Pressemitteilung, vom 29. Juni 2021

BEGLEITEN SIE UNS AUF EIN SOMMER­(NACHTS)­SPEKTAKEL!

Ein Festival, erlebbar mit allen nur denkbaren Sinnen. Das Programm des diesjährigen Festivals der Darstellenden Künste THEATERNATUR verspricht vielfältige Darbietungen que(e)r durch den Wald – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ein que(e)res Musical als große Eigenproduktion, ein theatraler Waldspaziergang, klassisches Sprechtheater, Comedy, Drag und Heavy Metal.

Die Macher*innen des am Dreiländereck Harz ansässigen und weit über die Harzgrenzen hinaus bekannten Festivals THEATERNATUR setzen 2021 auf Vielfalt in Natur und Gesellschaft. Und somit auch auf Vielfalt in den Programmpunkten. Besonders vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen, die kaum eine Veranstaltung in den vergangenen Monaten zuließ, lädt der Verein Kulturrevier Harz e. V. alle Interessierten herzlich dazu ein, das THEATERNATUR 2021 zu besuchen. Unter dem Festivalmotto QUE(E)R DURCH DEN WALD versteht sich das vierzehntägige Festival in diesem Jahr als eine Hommage an das Leben und Lieben.

„Nach über einem Jahr Pandemie streben wir vermutlich alle nach Zerstreuung. Nach Unterhaltung. Ja sogar nach Reizüberflutung. Vor Ort. Und endlich wieder in Gesellschaft. Unser Programm bietet den Besucher*innen eben diese Zerstreuung!

Auf verschiedenste Weisen. Wir setzen in diesem Jahr auf Vielfalt. Im Motto genauso wie im Programm. Umso erfreulicher ist es, dass wir dafür fantastische Ensembles begeistern konnten. Es wird hochkarätig. Bunt. Laut. Skurril. Außergewöhnlich.

Es werden großartige 14 Tage auf der Waldbühne in Benneckenstein!“

– Franziska Hirschelmann; StoryArt.business / Pressesprecherin –

EIN SOMMERNACHTSTRAUM MIT THE METAFICTION CABARET // EIGENPRODUKTION

Wir alle kennen ihn. Den Sommernachtstraum von William Shakespeare. Ein Klassiker auf der Waldbühne in Benneckenstein? Ja und nein! Die Produktion von The Metafiction Cabaret für das THEATERNATUR 2021 in Gestalt eines queeren Musicals verspricht eine andere Sichtweise auf den Klassiker.

Kurzbeschreibung:

Hermia ist seit Schulzeiten mit Demetrius verlobt, dem aber auch sein alter Freund Lysander mehr als freundschaftlich zugetan ist. Helena steht ihren Mann, aber auch auf Lysander, Demetrius ist hin- und hergerissen zwischen den Lebensentwürfen und seinen Gefühlen für Hermia und Lysander. So lieben vier Menschen hoffnungslos aneinander vorbei, die nahende Hochzeit soll die Verwirrungen zwischen Brautpaar und Trauzeug*innen ein für allemal aus der Welt schaffen. Doch ausgerechnet in der Nacht vor der Trauung geraten die Freund*innen versehentlich mitten hinein, in die magische Welt der Elfen.

Im geschützten Rahmen dieser phantastischen Welt erscheint alles möglich. Abseits von Klischees geht die Neubearbeitung des Klassikers der Frage nach, was die komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen in all ihren Spielarten eigentlich ausmacht und sucht mittels dem lustvollen, dem Stoff selbst eingeschriebenen, Spiel mit (Geschlechter)Rollen, emotionalisierender Musik und viel Humor, neue Perspektiven auf scheinbar (Un)-Vertrautes zu eröffnen.

The Metafiction Cabaret

The Metafiction Cabaret ist mehr als eine Band. Ihre Songs sind eingängig, tanzbar, rockig und experimentell. Ihre Texte doppelbödig. Ihre Liveshow phantastisch. The Metafiction Cabaret ist Rockkonzert und Theater, Klavier und Schlagzeug, Kunstblut und Konfetti. Queerer Punk. Das Berliner Nachtleben auf der Bühne, Brecht im Berghain, Glitzer, Kunst und Pop … Eine Punk- Cabaret-Kombo, die Konventionen überwindet und Begeisterung weckt.
the-metafiction-cabaret.com

„Die Inszenierung verbindet Rock-Musik, Artistik, Schauspiel und Tanz zu einem interdisziplinären Spektakel – so entsteht ein mitreißendes Musiktheater, welches unterhaltsam Klischees aufbricht, Unterschiede zu Gemeinsamkeiten macht und dazu einlädt, die Liebe in all ihren vielfältigen Facetten zu feiern.“

– Lena Fritschle; Dramaturgin –

Ein Sommernachtstraum mit The Metafiction Cabaret // Eigenproduktion

Spielzeiten: 06.08. / 07.08. / 14.08 / 15.08. / 19.08. / 20.08 – jeweils 20:30 Uhr // WALDBÜHNE Benneckenstein

10 SCHRITTE, 3 DENKEN, 1 WITZ // EIGENPRODUKTION

Die Produktion von Jeanne Louët und Lisa Pottstock präsentiert einen Theatralen Spaziergang que(e)r durch den Wald. Was darunter zu verstehen ist? Nun, es ist allgemein bekannt, dass die Wälder im Harz in den letzten Jahren einem starken Wandel unterzogen waren: Borkenkäfer, Trockenheit und die daraus resultierende massive Abholzung der hiesigen Wälder. So blieb auch die Waldschneise in Benneckenstein, welche sich direkt an das Areal der Waldbühne anschließt, nicht von der Abholzung verschont. Die Eigenproduktion 10 Schritte, 3 Denken, 1 Witz setzt an diesem Punkt an und nimmt die Zuschauenden als aktive Teilnehmer*innen mit auf einen Spaziergang durch die umliegende Landschaft. Bonus: Mit dem Kauf einer Karte zu diesem Waldspaziergang finanzieren die Gäste einen Setzling, der im Herbst 2021 nahe der Waldbühne gepflanzt wird und unterstützen so die Rehabilitation der heimischen Wälder.

10 Schritte, 3 Denken, 1 Witz // Eigenproduktion

Spielzeiten: 07.08.15:00 & 18:00 / 08.08 18:00 Uhr // 14.08.15:00 & 18:00 Uhr /

21.08.15:00 & 18:00 Uhr / 22.08.18:00 Uhr

Neben diesen beiden Eigenproduktionen werden zahlreiche Gastspiele auf der Waldbühne, aber auch an anderen Spielorten rund um das Dreiländereck aufgeführt. Mit dem Format FREI|LUFT|KULTUR kommen mobile Aufführungen direkt zu den Menschen der Region. So etwa das Schauspiel Brigitte Bordeaux und der narrative Zirkus Vintage! Women! Varieté!. Die Spielorte für diese Inszenierungen werden in Kürze bekannt gegeben. Der Eintritt ist kostenlos. Ebenfalls kostenfrei ist das Format FEIER|ABEND. Am ersten Festivalsamstag, den 07. August, erleben die Besucher*innen nach dem Sommernachtstraum die Drag Queen Rachel Intervention an der Raststätte auf dem Festivalgelände der Waldbühne. Eine Woche später ist es das sächsische Comedy-Duo Sparlight Express, welche mit ihrem Programm Daumen hoch aus Sachsen! den Abend ausklingen lassen.

Theater ANU – Poetische Welten aus Berlin wird am 12. und 13. August, jeweils um 20:30 Uhr, als Hauptact die Waldbühne in Benneckenstein verzaubern. Das Schauspiel Dreamer – Am nächsten Morgen bist du ein anderer nimmt das Publikum mit auf einen Erlebnisparcours und spinnt wirkungsvoll eine fantastische Welt rund um die natürliche Kulisse der Waldbühne. So entfacht Theater ANU einen nächtlichen Bilder- und Gefühlsreigen, der auf poetische Weise nach den Wesen der Wildheit in uns selbst fragt.

Am letzten Festivalwochenende, dem 21. und 22. August, wird es das Tanztheater Transparence Theatre aus Hamburg sein, welches sich mit dem Stück Mensch*sein den folgenden Fragen stellt: Was beutetet es eigentlich ein Mensch zu sein? Was hindert uns daran, uns untereinander so zu akzeptieren, wie wir sind? Warum können wir einander nicht leben lassen und lieben oder gegenseitig so akzeptieren wie wir sind – in allen Farben, Lebenseinstellungen und Unterschieden?!

Die konzertante Performance Gefährliche Körper, ein Gastspiel von Frisch & Schick aus Stuttgart, begegnen dem Thema HIV/AIDS aus einer queeren Perspektive mit verschiedenen Stimmen.

Die Inszenierungen Die Salzprinzessin; König und König sowie Der Besuch der kleinen Dame, welche jeweils tagsüber stattfinden, richten sich AUCH an Kinder. Doch präsentieren sie ebenso Erwachsenen außergewöhnliche Sichtweisen und packende Geschichten.

Abschließend sind noch zwei recht außergewöhnliche Festivalformate zu nennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während am 17.08 mit der Tränen der Daphne ein Opernfim aufgeführt wird, gibt es am Tag darauf, am 18.08, ein absolutes Kontrastprogramm. Auch Musik. Andere Musik. Live. Die Berliner Heavy Metal-Band Human Abyss wird ab 20:00 Uhr die Waldbühne samt Waldschneise zum Beben bringen.

Wir laden ein! Wir freuen uns unbändig! Wir präsentieren, applaudieren, feiern und genießen! Mit Ihnen, unseren Besucher*innen!
Der Kartenvorverkauf beginnt offiziell am 01. Juli 2021!

Pressemitteilung, vom 21. Juni 2021

MAGDEBURG, NORDHAUSEN, GÖTTINGEN … KUNST UND WIRTSCHAFT HAND IN HAND FÜR FESTIVAL UND REGION.

Unternehmen unterstützen Festival THEATERNATUR trotz Corona-Krise mit viel Engagement!

Auch in diesem Jahr, trotz Pandemie und Krise, findet zum 7. Mal das Festival der Darstellenden Künste THEATERNATUR in und um Benneckenstein statt. Erneut mit großer Unterstützung von Unternehmen aus der Region und darüber hinaus:

137 Sponsor*innen aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen haben sich mit einer Summe von 132 000 Euro bereits engagiert. Allein 51 Sponsor*innen mit 39 000 Euro aus dem Dreiländereck Harz. Ein herzliches Dankeschön dafür vom Veranstalter Kulturrevier Harz e. V.!

Die Region stark machen und unterstützen, etwas schaffen, dass die Menschen erreicht, sie erfreut und die länderübergreifende Region Harz attraktiv, lebens- und liebenswert macht, das ist das Ziel der vielen engagierten Menschen in und um den Verein Kulturrevier Harz e. V., die sich auch in diesem Jahr wieder mit bekannten Künstler*innen, Ensembles, Musiker*innen, Schriftsteller*innen und anderen Kunstschaffenden aus dem gesamten Bundesgebiet zusammentun, um das weit bekannte sowie geschätzte, hochkarätige Festival der Darstellenden Künste THEATERNATUR auf und um die Waldbühne in Benneckenstein zum Leben zu erwecken.

Unerlässlich für Events dieser Größe und dieses künstlerischen Niveaus sind und bleiben die Sponsor*innen und Spendengeber*innen aus der angrenzenden Region rund um das Dreiländereck und darüber hinaus. Diese sind zahlreich und unterstützen das Festival mit Summen zwischen 200 und 5000 Euro, die über sogenannte „Sponsorenpakete“ gebucht werden können und mit verschiedenen Werbemaßnahmen in den Print- und Online-Medien sowie einem entsprechenden Freikarten-Kontingent für die Sponsoren verbunden sind. Auch Veranstaltungspatenschaften können in begrenztem Maß übernommen werden.

So gehört auch das Unternehmen Harz Energie GmbH & Co. KG zu den Förderern der Region und Unterstützern des THEATERNATUR-Festivals. Geschäftsführer Konrad Aichner zum Festival:

„Die Idee, der Waldbühne in Benneckenstein mit dem Theater Natur-Festival neues Leben einzuhauchen, hat uns von Anfang an begeistert. Der Verein Kulturrevier Harz setzt sich ehrenamtlich dafür ein, dass unsere Region lebens- und liebenswert bleibt. Das ist eine starke Leistung, die wir seit vielen Jahren gerne fördern.”

Nicht nur finanziell erfahren Festival und Veranstalter große Unterstützung. Hinzu kommen zahlreiche regionale Spenden als Sachspenden, sei es in Naturalien, Getränken (Bauer Fruchtsäfte, Hasseröder, und viele andere), Brötchen, Würstchen, Hochprozentiges, Honig oder auch als Arbeitsleistung, wie bereits die ersten Einsätze auf dem Festivalgelände gezeigt haben und auch in den Infrastrukturmaßnahmen des Vereins zum Festival deutlich wird.

„Viele Sponsoren unterstützen uns seit Jahren.“, so Frank Toepel, Vorstandsmitglied, Schatzmeister des Vereins und Ansprechpartner für Sponsor*innen und Spender*innen (frank.toepel@kulturrevierharz.de). „Wir verzeichnen jedoch auch einen stetigen Zuwachs, vor allem von regionalen Unterstützern.“ Und das ist gut so, denn es geht um die Region, die Menschen der Region wie auch die Unternehmen hier. Gerade die Zusammenarbeit im Dreiländereck Harz ist für den auch vom Tourismus geprägten Harz essentiell. Dafür heißt es zusammenzustehen und sich gemeinsam zu engagieren. Und was gibt es Schöneres, als dieses Engagement in Kunst und Kultur, in Austausch und Gespräch, in das Zusammenkommen der Menschen zu investieren.

„Unsere Unterstützer haben es verstanden, dass Kultur die Seele der Gesellschaft ist und ‚nebenbei‛ noch ein Wirtschaftsfaktor. So sind in der Region während des Festivals Hotel- und Gaststättenkapazitäten gefragt und knapp. Viele Handwerker und auch Lieferanten haben während der Vorbereitungszeit und auch beim Festival zusätzliche Aufträge und Bestellungen.“
Frank Toepel

Wer Interesse hat, das Festival als Sponsor*in oder mit Spenden zu unterstützen, kann dies weiterhin tun. Informationen dazu erhalten Sie bei Herrn Toepel unter frank.toepel@kulturrevier-harz.de. Kulturrevier Harz e. V. wie auch die Kunstschaffenden freuen sich über jeden Beitrag, der nicht nur Kunst und Kultur unterstützt, sondern auch den Zusammenhalt der Region stärkt. Frank Toepels Fazit: „So bezieht Kunst die Wirtschaft in ihr Schaffen mit ein, beide Seiten partizipieren davon und haben zusätzlich noch Spaß.“ Gibt es ein schöneres Abschlusswort? Auf keinen Fall.

Das Festival der Darstellenden Künste THEATERNATUR findet vom 06. bis 22. August auf und um die Waldbühne Benneckenstein unter dem diesjährigen Titel „QUE(E)R DURCH DEN WALD“ statt. Kulturrevier Harz e. V. lädt herzlich ein!

Pressemitteilung, vom 11. Juni 2021

THEATER­NATUR UND KULTUR­REVIER HARZ E. V. GEHEN „QUE(E)R“

Workshop zum FESTIVAL 2021 – offen, bunt, vielfältig …

Nicht nur die Waldbühne macht sich Festival-fein auch der Verein Kulturrevier Harz e. V. sowie Festivalleitung samt Crew bereiten sich intensiv auf die bevorstehende Ver- anstaltung Festival der Darstellenden Künste THEATERNATUR 2021 vor, das vom 06. bis 22. August auf der und um die Waldbühne in Benneckenstein stattfindet und den Titel QUE(E)R DURCH DEN WALD trägt. Dieses Mal inhaltlich: im Modus „Workshop“.

Unter dem Titel „Einblicke in queere Geschichte(n) – Wissen und Erwartungen lustvoll hinterfragen“ fand dieser am Samstag den 05. Juni 2021 in Benneckenstein im Werk3 statt und stellte die mit dem Festivaltitel einhergehenden Themen Vielfalt, Diversität, Anderssein, Queerness in den Mittelpunkt.

Für den Workshop kam die Kulturjournalistin und Redakteurin sowie Expertin für „Queerness“ Paula Perschke aus Berlin in den Harz. Ziel und Anspruch des Workshops waren, sowohl Einblicke in queere Lebensmodelle, Rollen, Ansichten zu bieten als auch aktuelle inhaltliche Diskussionen, Fragestellungen und Möglichkeiten des Umgangs und der Vermittlung aufzuzeigen und zu diskutieren. Aber auch das Bunte, Facettenreiche, die Freude an der Thematik zu erleben. So betont Dozentin Paula Perschke:

„Queere Geschichte(n) zu vermitteln ist besonders wichtig, weil sie nicht in den Schulbüchern steht. Queer bedeutet, Vielfalt in Liebes- und Lebensweisen zu bringen. … Frei nach dem Motto: Alles kann nichts muss.
Niemand muss sich vor irgendwem für sein Begehren oder Geschlecht rechtfertigen. Wir alle sind die Expert*innen unserer eigenen Identität.”

Die Diskussionen waren ausgesprochen rege und wurden umfassend und mit viel Offenheit und Blick auf das kommende ebenso vielfältige und bunte Event geführt. Auch hier wird die Freude am Que(e)r-sein – daran, mal andere Wege zu gehen – im Vordergrund stehen. Es soll auf vielfältige Weise künstlerisch dargestellt, ins Gespräch gekommen und auch gefeiert werden. Es gibt Theater, Lesungen, Musik und darstellende Künste auf und jenseits der gewohnten (Wald-)Wege. Die Waldbühne als Festival-Campus ist für diese „Que(e)rness“ ideal.

Der Vorstandsvorsitzende des Kulturrevier Harz e. V. Volker Herholt weiß um die Schwierig- keiten, aber auch um die mögliche Buntheit und den Diskussionsreichtum der diesjährigen Thematik und zeigt sich erfreut vom Workshops:

„Que(e)r durch den Wald, kein leichtes Thema. Bunt, divers, vielfältig, mit etwas Selbstironie und doch mit sehr ernsten Themen befasst. Mit langer Tradition und doch tagesaktuell. – Das, und noch einiges mehr, sind die Erkenntnisse aus einem gemeinsamen Workshop zwischen Festivalleitung, Vorstand und Marketing unter der Leitung von Paula Perschke. Uns ist es wichtig, gemeinsam eine Sprache zu sprechen und kompetent mit der Vielfalt des Themas umzugehen. Dieser
Workshop war ein wichtiger Schritt in diese Richtung und hat einmal mehr aufgezeigt, das sich aktuell ein tolles Team um ein erfolgreiches Festival kümmert. Wir freuen uns auf mehr. Ein besonderer Dank geht an die Referentin sowie die Festivalleitung Lena, Jan-Hendrik und Marcel für die Organisation.“

Es kann also que(e)r und bunt werden. Der Workshop und die auf das Festival vorbereitenden Diskussionen wurden ermöglicht mit Fördermitteln aus dem Fonds der Darstellenden Künste im Rahmen von NEUSTART KULTUR, der von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgelegt wurde. Ein herzliches Danke dafür.

Pressemitteilung, vom 18. Mai 2021

» QUEER« HEISST IM GRUNDE EINFACH » ANDERS«

Festival THEATERNATUR 2021 widmet sich einem starken Thema: QUEER

Wem der Begriff »Queer« nicht geläufig ist: Man »lebt oder handelt queer als Person«, so oder ähnlich der Duden, und meint damit, sich einer Geschlechtsidentität zugehörig zu fühlen, die nicht »klassisch« heterosexuell ist. Was das heißt? Nun, eine ganze Menge. Es heißt, dass man entweder homosexuell, also gleichgeschlechtlich weiblich oder männlich lebt, oder bisexuell, also beiden Geschlechtern zugetan, oder transsexuell, also zwischen den Geschlechtern agierend. Das heißt, sich einem, zumeist dem eigenen Geschlecht nicht oder nicht in Gänze zugehörig fühlend. Und das wiederum öffnet ein weites Spektrum an Lebens- und Empfindungsweisen, das – ja, schlicht bunt ist.

»Queer« als Begriff findet sich zum Beispiel im Englischen. Er bedeutet so viel wie

»andersartig«, »sonderbar«, »merkwürdig«. Im deutschsprachigen Raum, insbesondere in der als »lgbtq« (lesbian/gay/bisexual/tansgender/queer – Lesben/Schwule/Bisexuelle/Transgender- Personen/Queere) bezeichneten Community hat er sich als solcher etabliert.

HETERO | HOMO | BI | TRANS*

Heterosexualität ist normativ. Und auch Homosexualität ist zumindest in Deutschland mittlerweile weitgehend gesellschaftlich anerkannt (2001 Anerkennung der eingetragenen Lebenspartnerschaft, 2017 Möglichkeit der Ehe). Deutlich anders sieht das im Falle von transsexuellen Menschen aus. Nun finden sich in Annoncen und Ausschreibungen bereits Angaben wie »w/m/d« – »weiblich/männlich/divers«, und auch sanitäre Anlagen sind mitunter entsprechend gelabelt. Das Leben transsexueller Menschen allerdings ist in der Regel weit entfernt von sogenannter Normalität und lediglich in engen Grenzen geprägt von gesellschaftlicher Akzeptanz.

Die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) e.V. geht von 60.000 bis

100.000 sogenannten trans*-Personen in Deutschland aus. Genaue Zahlen gibt es aufgrund der verschiedenen Ausprägungen nicht. Auch die hohe Dunkelziffer spielt hier hinein. Das auf männlich/weiblich ausgelegte binäre Geschlechtsmodell unserer Gesellschaft trägt diesem Rechnung. Und nur ausgesprochen zögerlich beginnt man, dieses zu hinterfragen und in der Forschung entsprechend zu berücksichtigen.

FORSCHUNG UND OFFENERE SICHTWEISEN

Auch wenn, um lediglich ein Beispiel zu nennen, neurowissenschaftliche Forschungsthesen existieren, die neben dem binären Geschlechtsmodell – männlich/weiblich – weitere Modelle plausibel aufzeigen und entsprechend belegen, ist unsere Gesellschaft weit davon entfernt, dies als Möglichkeit anzunehmen, trans* schlicht zu akzeptieren und inkludieren.

Viel ist von Toleranz die Rede. Diese allerdings sollte selbstverständlich sein und damit lediglich kleinster gemeinsamer Nenner. Identitätsbezogene Lebensweisen, welcher Formen auch immer, in Gänze zu akzeptieren, bedeutet jedoch, sie als normativ anzusehen. Und zwar so, dass diese vollständig in der Gesellschaft aufgegangen sind, nicht mehr als „anders“ wahrgenommen werden. Wie das Tragen von Hosen bei Frauen (ein Dank an Coco Chanel). Oder lange Haare und Röcke bei Männern (selbst wenn ER nicht Highländer ist).

Dann, und nur dann, werden Begriffe wie „Queer“ obsolet. Weil „anders“ nicht mehr anders ist, sondern „gleich“ oder „auch“ oder normativ. Noch immer ist diesbezüglich viel, sehr viel zu (er)klären. (Er)Klären funktioniert über Verstehen und Verständnis, und damit letztlich über Kommunikation. In welcher Form auch immer. Am besten jedoch in einer Form, die Positionen, Grenzen, Meinungen öffnet statt zu verhärten. Die spielerisch, bunt, mit einer guten Brise Humor, auch schwarzem, daherkommt. Wer könnte dafür besser geeignet sein, als die Darstellenden Künste.

KUNST KANN, DARF UND SOLL VERMITTELN, ÖFFNEN – SPIELERISCH THEATRALISCH

Genau deshalb ist es löblich und notwendig, sehr sogar, dass das Festival THEATERNATUR sich dieses Jahr dem Thema „Queer“ widmet und ebendiese offenen Räume der Kommunikation, und damit auch der Diskussion, schafft. Kunst als Mittler und Vermittler auf vielerlei Weisen.

So wird das vom 06.-22. August 2021 auf der Waldbühne in Benneckenstein stattfindende Festival der Darstellenden Künste THEATERNATUR mit „QE(E)R DURCH DEN WALD“ auf vielerlei Weisen, sehr bunt und mit großer Offenheit dieses Thema (auf)greifen, (auf)zeigen, kommunizieren, diskutieren – verschiedenste Zugangsweisen und Diskussionsräume schaffen und seinen Beitrag leisten für eine offene Gesellschaft, für die Begriffe wie „Queer“ letztlich obsolet sind.

UND WARUM … DURCH DEN WALD?

Wie nie zuvor ist der Wald, insbesondere der Wald im Harz, Spiegel dieser Queer“-Problematik. Ein gesunder Wald ist ein Mischwald keinesfalls Monokultur. Ein Blick in den HarzWald wo er denn noch vorhanden ist macht sichtbar: Monokultur ist ein sterbendes Konzept, es hat ausgedient. Von Beginn an hat es Grenzen. Funktioniert lediglich auf Zeit.

Die Waldbühne, einst mitten im Wald gelegen, ist nicht mehr, was sie einst war. Der Wald rundum hat große Lichtungen bekommen, unübersehbar gelitten. Was könnte deutlicher die Bedeutung und Notwendigkeit von Vielfalt zeigen als der sichtbar kranke Wald. Und symbolisch nahezu stehen für pluralistische Rollen und Gesellschaften und Konzepte auch Geschlechterrollen.

Versteht man das Öffnen der Gesellschaft für weitere Geschlechterrollen als Erweiterung im Sinne von VIELFALT, vor allem aber als Bereicherung der Gesellschaft, wird diese nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen. Eine Gesellschaft kann das. Sie kann hinzulernen, Diskussionen führen, neue Konzepte als Gewinn sehen.

Auch diese Bedeutungsebene wird im diesjährigen Festival aufgegriffen und aufgezeigt. Mit einem ebenso offenen Theaterkonzept, das den gewohnten Bühnenauftritt öffnet und um verschiedenste künstlerische Darbietungsweisen ergänzt. So erwarten die Besucher auch 2021 Ensembles und Künstler*innen aller Darstellenden Künste Schauspiel, Musik verschiedener Genres, Performance, Tanz, Solos, Lesungen, Junges Theater. Sie alle bekommen eine Bühne nicht nur die Waldbühne, sondern auch den Wald und weitere Aufführungsorte. Auch hier wird es spannend und vielfältig und bunt.

DER KÖNIG UNSERER WÄLDER ZEIGT SICH ANDERS! UND IN BEGLEITUNG.

Starke Motive zu einem starken Thema. Ein Symbol-Tier des diesjährigen Festivals THEATERNATUR ist der König unserer Wälder, ein Symbol auch des Harzes: der Hirsch. Tradition und Männlichkeit vereinen sich in diesem Tier, das in besonderer Weise für den Wald, den Harz, ein intaktes System steht. Und er kommt „anders“ daher: eben bunt. Und mit Begleitern. Hier fügen sich alte und neue Darstellungen, alte und neue Perspektiven, alte und neue Rollenverständnisse – mit einem Augenzwinkern. Und dem Blick auf ein erfolgreiches Festival voller Freude, Impulse, Themen, Humor, anspruchsvoller und unterhaltender darstellender Theater-Kunst.

DER KÖNIG UNSERER WÄLDER ZEIGT SICH ANDERS! UND IN BEGLEITUNG.

Starke Motive zu einem starken Thema. Ein Symbol-Tier des diesjährigen Festivals THEATERNATUR ist der König unserer Wälder, ein Symbol auch des Harzes: der Hirsch. Tradition und Männlichkeit vereinen sich in diesem Tier, das in besonderer Weise für den Wald, den Harz, ein intaktes System steht. Und er kommt „anders“ daher: eben bunt. Und mit Begleitern. Hier fügen sich alte und neue Darstellungen, alte und neue Perspektiven, alte und neue Rollenverständnisse – mit einem Augenzwinkern. Und dem Blick auf ein erfolgreiches Festival voller Freude, Impulse, Themen, Humor, anspruchsvoller und unterhaltender darstellender Theater-Kunst.

Unterstützt wird das Festival unter anderem von verschiedenen Fördermittelgebenden. So vom Land Sachsen-Anhalt, vom Landkreis Harz, der Karl-Heinz und Annemarie Hemeyer- Stiftung, der Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken, von KulturAllianzen der Allianz-Kulturstiftung sowie vom Fonds Soziokultur.

Ebenfalls von der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft (DTHG), dem Fonds der Darstellenden Künste – TakePart, TakeAction, TakePlace, im Rahmen von NEUSTART KULTUR, der von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgelegt wurde. Ebenso vom Nationalen Performance Netzwerk.

Auch dafür ein besonderes Dankeschön vom Kulturrevier Harz e. V.!

Pressemitteilung, vom 21. April 2021

DIE WALDBÜHNE IN BENNECKEN­STEIN WIRD FESTIVAL-FEIN.

Kulturrevier Harz e. V. trifft erste Vorbereitungen für das diesjährige Festival der Darstellenden Künste THEATERNATUR um die Waldbühne in Benneckenstein. Nicht nur der Winter wird ausgetrieben. Sicher ist: Der Verein hat einiges vor, um das Gelände wie auch das Festival noch attraktiver zu machen.

Mit einem großen Arbeitseinsatz startete am Wochenende 16./17. April 2021 der Veranstalter Kulturrevier Harz e. V. in die Festival-Saison 2021 und begann mit umfangreichen Vorbereitungen und Umbauarbeiten um und am Haupt-Festival- Gelände der Waldbühne in Benneckenstein. Die Outdoor-Anlage im Wald direkt gegenüber dem ehemaligen Traditionslokal „Waldschlösschen“ gelegen wurde aus dem Winterschlaf geweckt und für die neue Saison hergerichtet. Aber auch umfangreiche Umbau- und Ergänzungsarbeiten sind geplant, die bis zum Festivalbeginn am 06. August 2021 beendet sein und die Waldbühne in gewohntem, aber auch neuem Bild zeigen werden.

DAS FESTIVALGELÄNDE

Die maroden Geländebebauungen der letzten Jahre sind abgetragen. Hier greifen neue Konzepte. So wurden drei in ansprechenden Festival-THEATERNATUR- Blautönen gestaltete mobile Container angeschafft, die derzeit aus- und umgebaut werden und erstmals Festival-Technik, -Gastronomie und Kassenbereich beherbergen werden. Sie können zukünftig das ganze Jahr für Veranstaltungen an der Waldbühne genutzt werden.

Dafür engagieren sich auch Handwerksbetriebe der Region, die die aktuellen Arbeiten hilfreich unterstützen und mittragen. So auch Carsten Hecht, Zimmerermeister und Inhaber der Zimmerei „Der Holzhecht“, der das Festival für gut und wichtig für die Region hält: „Festivals machen einfach Spaß. Und für Benneckenstein ist das THEATERNATUR das Wichtigste, das in den letzten Jahren passiert ist. Weil wir erstmals Zugriff haben auf eine Aufmerksamkeit, die wirklich weitreichend, ja überregional ist.“

Mit den geplanten in den THEATERNATUR-Farben gestalteten Containern solle sich, so Hecht „ein einheitliches wiedererkennbares Bild ergeben, das auch einen gehobenen Anspruch erkennen lässt.“

DIE WALDBÜHNE ALS KULTURELLES ZENTRUM

Der Bürgermeister von Benneckenstein, Kay Rogge, spricht sich ebenfalls mit Nachdruck für das Festival und die damit einhergehenden notwendigen Infrastrukturmaßnahmen aus, und er hat gute Gründe dafür: „Die Waldbühne ist zusammen mit der Waldschneise nicht nur ein bedeutendes kulturelles Zentrum von Benneckenstein, nein, sie wurde vor nunmehr über 70 Jahren auch komplett in Eigenleistung erschaffen. Es freut mich, dass unsere Bühne in Vereinsarbeit nun zu neuem Leben erweckt wurde. Neben der Erneuerung der Infrastruktur sind es vor allem die hochanspruchsvollen Aufführungen aller Metiers, welche den Ruf Benneckensteins über die Stadtgrenzen hinaustragen. Genau das war es auch, was die Erbauer*innen, damals im Jahr 1950, bezweckten. Hier wieder anschließen zu können, erfüllt mich als Bürgermeister mit besonderem Stolz und ich bedanke mich bei allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.“

Finanziert und gefördert werden die für das Festival nötigen Infrastruktur- maßnahmen sowohl aus Eigenmitteln des Vereins Kulturrevier Harz e. V. sowie durch Mittel aus dem Förderprogramm „Neustart Kultur“ der „Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien“ und in Zusammenarbeit mit der DTHG, der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft. Das Projekt wird mit etwa 100 000 Euro gefördert, wobei ein 10-prozentiger Eigenanteil zu leisten ist.

Neu in diesem Jahr ist darüber hinaus das sogenannte „Wald|Mobil“ – eine mobile Bühne, die zum Festival, in Zukunft aber auch für andere Veranstaltungen wie Lesungen oder Konzerte zur Verfügung steht und ebenso außerhalb des Bereiches der Waldbühne Einsatz finden soll. Geplant ist eine über das Festival hinausgehende Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Seitab der Stadt“. Ein neues Projekt, das der Verein ins Leben ruft und über das zukünftig noch berichtet wird. Nutzbar ist das

„Wald|Mobil“ auch für Veranstaltungen für und an Schulen und ähnlichen Orten.

Unterstützt wird das Festival unter anderem von verschiedenen Fördermittelgebenden. So vom Land Sachsen-Anhalt, vom Landkreis Harz, der Karl-Heinz und Annemarie Hemeyer- Stiftung, der Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken, von KulturAllianzen der Allianz-Kulturstiftung sowie vom Fonds Soziokultur.

Ebenfalls von der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft (DTHG), dem Fonds der Darstellenden Künste – TakePart, TakeAction, TakePlace, im Rahmen von NEUSTART KULTUR, der von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgelegt wurde. Ebenso vom Nationalen Performance Netzwerk.

Auch dafür ein besonderes Dankeschön vom Kulturrevier Harz e. V.!