Pressemitteilung, vom 11. Juni 2021

THEATER­NATUR UND KULTUR­REVIER HARZ E. V. GEHEN „QUE(E)R“

Workshop zum FESTIVAL 2021 – offen, bunt, vielfältig …

Nicht nur die Waldbühne macht sich Festival-fein auch der Verein Kulturrevier Harz e. V. sowie Festivalleitung samt Crew bereiten sich intensiv auf die bevorstehende Ver- anstaltung Festival der Darstellenden Künste THEATERNATUR 2021 vor, das vom 06. bis 22. August auf der und um die Waldbühne in Benneckenstein stattfindet und den Titel QUE(E)R DURCH DEN WALD trägt. Dieses Mal inhaltlich: im Modus „Workshop“.

Unter dem Titel „Einblicke in queere Geschichte(n) – Wissen und Erwartungen lustvoll hinterfragen“ fand dieser am Samstag den 05. Juni 2021 in Benneckenstein im Werk3 statt und stellte die mit dem Festivaltitel einhergehenden Themen Vielfalt, Diversität, Anderssein, Queerness in den Mittelpunkt.

Für den Workshop kam die Kulturjournalistin und Redakteurin sowie Expertin für „Queerness“ Paula Perschke aus Berlin in den Harz. Ziel und Anspruch des Workshops waren, sowohl Einblicke in queere Lebensmodelle, Rollen, Ansichten zu bieten als auch aktuelle inhaltliche Diskussionen, Fragestellungen und Möglichkeiten des Umgangs und der Vermittlung aufzuzeigen und zu diskutieren. Aber auch das Bunte, Facettenreiche, die Freude an der Thematik zu erleben. So betont Dozentin Paula Perschke:

„Queere Geschichte(n) zu vermitteln ist besonders wichtig, weil sie nicht in den Schulbüchern steht. Queer bedeutet, Vielfalt in Liebes- und Lebensweisen zu bringen. … Frei nach dem Motto: Alles kann nichts muss.
Niemand muss sich vor irgendwem für sein Begehren oder Geschlecht rechtfertigen. Wir alle sind die Expert*innen unserer eigenen Identität.”

Die Diskussionen waren ausgesprochen rege und wurden umfassend und mit viel Offenheit und Blick auf das kommende ebenso vielfältige und bunte Event geführt. Auch hier wird die Freude am Que(e)r-sein – daran, mal andere Wege zu gehen – im Vordergrund stehen. Es soll auf vielfältige Weise künstlerisch dargestellt, ins Gespräch gekommen und auch gefeiert werden. Es gibt Theater, Lesungen, Musik und darstellende Künste auf und jenseits der gewohnten (Wald-)Wege. Die Waldbühne als Festival-Campus ist für diese „Que(e)rness“ ideal.

Der Vorstandsvorsitzende des Kulturrevier Harz e. V. Volker Herholt weiß um die Schwierig- keiten, aber auch um die mögliche Buntheit und den Diskussionsreichtum der diesjährigen Thematik und zeigt sich erfreut vom Workshops:

„Que(e)r durch den Wald, kein leichtes Thema. Bunt, divers, vielfältig, mit etwas Selbstironie und doch mit sehr ernsten Themen befasst. Mit langer Tradition und doch tagesaktuell. – Das, und noch einiges mehr, sind die Erkenntnisse aus einem gemeinsamen Workshop zwischen Festivalleitung, Vorstand und Marketing unter der Leitung von Paula Perschke. Uns ist es wichtig, gemeinsam eine Sprache zu sprechen und kompetent mit der Vielfalt des Themas umzugehen. Dieser
Workshop war ein wichtiger Schritt in diese Richtung und hat einmal mehr aufgezeigt, das sich aktuell ein tolles Team um ein erfolgreiches Festival kümmert. Wir freuen uns auf mehr. Ein besonderer Dank geht an die Referentin sowie die Festivalleitung Lena, Jan-Hendrik und Marcel für die Organisation.“

Es kann also que(e)r und bunt werden. Der Workshop und die auf das Festival vorbereitenden Diskussionen wurden ermöglicht mit Fördermitteln aus dem Fonds der Darstellenden Künste im Rahmen von NEUSTART KULTUR, der von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgelegt wurde. Ein herzliches Danke dafür.